Das Kulinarikfestival Eat & Meet ist fixer Bestandteil im Veranstaltungskalender er Altstadt; Foto: Wildbild / max

Fasten(zeit) einmal anders

Ein Blogbeitrag von Ilse Fischer, Kulturdesign & UnternehmenskulturFALSTAFF Redaktion Westösterreich

Fasten kann (auch) den Hunger unserer Zeit stillen. Wann haben Sie zum letzten Mal darüber nachgedacht, was Sie wirklich täglich zu sich nehmen? Nein, ich meine nicht, ob die Speisen zu viel Zucker, zu viele Fette oder zu viele Kalorien haben, sondern ich meine damit, woher sie kommen, welche besonderen Kräfte sie haben oder haben können oder wer hinter den Lebensmitteln steht? Auch wenn wir vielleicht doch schon langsam gelernt haben, bewusster zu essen, sind Nahrungsergänzungsmittel und Convenience Food kaum mehr aus dem Alltags-Essen wegzudenken. Und dazu kommt, dass wir oft eher unbewusst Farb- und Geschmacksstoffe zu uns nehmen und dabei vergessen, dass ein intensives Esserlebnis ganz sicher nicht mit der Tiefkühl-Pizzapackung oder den fertigen Menüs mitgeliefert wird, die wir schnell aus dem Supermarkt mitnehmen, wenn wir wieder gar keine Zeit haben. Woran erinnern wir uns aber dann, wenn wir an besondere Esserlebnisse denken? Sind es nicht oft die kleinen, unscheinbaren Dinge, die hier die stärksten Glücksgefühle konservieren und uns zurückbeamen in den Geschmack der Kindheit? Was aber können wir tun, um diese Glücksgefühle wieder und wieder hervorzurufen?

Fasten und Genuss?

Convenience-Fasten und mehr genießen, zum Beispiel.  Fasten und Genuss? Ist das nicht ein Widerspruch an sich? Nein, ganz sicher nicht. Denn Fasten, worauf auch immer wir dabei verzichten wollen, ist eine Auszeit vom Alltag und ein oft starker Booster für neue Genuss- und auch Glücksgefühle. Fangen wir einmal an für eine Weile – zum Beispiel in der klassischen Fastenzeit, aber auch einfach so während des Jahres – auf alles zu verzichten, was unter das sogenannte Convenience Food fällt.

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Salonkultur

Dazu muss man sich dann allerdings auch mehr Zeit nehmen und schon sind sie wieder da, die besonderen Erinnerungen an die Kindheit, an die wunderbaren Essen mit lieben Menschen und an schönen, vertrauten Orten. Die Mehr-Zeit ist ein Teil dieser Magie, ein weiterer ist die Achtsamkeit für einander und für die Zutaten und die Ruhe, mit der man versuchen sollte, einfache Köstlichkeiten zuzubereiten. Und ein liebevoll gedeckter Tisch gehört ebenso dazu wie das gemeinsame Essen und die Gespräche. Früher waren es die Salonièren, die die Menschen zusammenführten, dann die Mütter und Großmütter und heute?

Heute kann es jeder von uns sein – Sie, ja Sie und ich und ….

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Eat & Meet – Kulinarik-Festival (Foto Wildbild)

 

Die Idee

Sie starten am Aschermittwoch in die Fastenzeit, die heuer 1. März beginnt, damit, dass Sie ganz bewusst auf Ihrem bevorzugten Wochenmarkt oder in Ihrem Lieblingsgeschäft einkaufen gehen und dabei ganz genau schauen, was in Ihren Korb kommt. Dann nehmen Sie sich die Zeit und die Ruhe, laden Ihre(n) Liebsten ein, die Freunde, die Familie und zelebrieren mit ihnen die einfachen Dinge des Lebens – ein schlichtes, aber gutes Essen aus regionalen Zutaten, dazu feine Gespräche und aufmerksames Zuhören. Und schon ist sie da, die kleine Alltagsauszeit, die am Ende so viel Glück bringen kann. Oder Sie entscheiden sich, in den 40 Tagen Fasten, eine Phase der Disziplin einzulegen, die sonst eventuell zu kurz kommt. Denn, wenn der Stresslevel hoch und der innere Schweinehund von der Leine ist, dann ist jeder von uns diätologisch „unguided missile“. Das darf auch manchmal sein, finde ich, wenn dann wieder Phasen der Disziplin folgen, aber eben vielleicht in der heurigen Fastenzeit nicht. Und eines ist sicher, Diätideen wie Low Carb, No Carb oder was auch immer gerade modern ist, sind keine wirklich dauerhaften Hilfen.

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Kulinarischer Genuss bei eat & meet

 

Geht man dem Ursprung des Wortes Fasten auf den Grund, dann stellt man fest, dass es vom Wort „festhalten“ kommt. Parodox? Nein, denn das Verb kommt vom mittelhochdeutschen „vasten“, was eben heißt „an den (Fasten)-Geboten festhalten“ und auf etwas zu verzichten. Machen Sie das doch einmal mit allen Produkten, die man unter „Covenience Food“ zusammenfast und sie werden den wahren Genuss wieder entdecken. In jedem Fall führt Fasten Körper und Geist durch den bewussten Verzicht auf einige Nahrungsmittel oder auf viele, auf eine ursprünglichere Ebene und macht Platz für unverfälschte Werte. Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit und immer mehr Menschen nutzen diese 40 Tage, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Die einen versuchen, Laster, wie zu viel Zeit vor dem Fernseher oder das unermüdliche Checken ihres Handys in den Griff zu kriegen, andere stellen ihren Speiseplan um und lassen Süßigkeiten oder Alkohol weg.

Wir möchten Sie heute dazu animieren, sich auf Lebensmittel zu besinnen, von denen Sie wissen, woher sie kommen, wer sie angebaut oder erzeugt hat und die Sie dann zu einfachen und doch köstlichen Speisen verarbeiten. Lust bekommen?  Dann ist das ein spannendes Experiment, das uns bewusst machen kann, was wir täglich so essen und eine gute Gelegenheit, sich damit auseinander zu setzen, woher die Lebensmittel stammen.

Kommen Sie mit auf eine „Reise zu sich selbst“ und entdecken Sie eine neue (Genuss)-Welt. Das können Sie auch an manchem Mittag oder Abend während des Kulinarik-Festivals eat&meet tun. Freuen Sie sich auch darauf!

eat & meet – DAS KULINARIK FESTIVAL März 2017

 

EAT&MEET – DAS KULINARIK-FESTIVAL

Vom 1. März – 1. April darf im Rahmen des Kulinarik-Festivals eat&meet in über 50 verschiedenen Restaurants, Gasthäusern, Szene-Lokalen oder Vinotheken nach Herzenslust verkostet, geschlemmt und genossen werden. Auf dem Menü-Plan stehen knapp 130 Programmpunkte, die einen Blick vor und hinter die Kulissen der Gastro-Hotspots in der Altstadt erlauben. Genießen Sie eine gute Zeit mit guten Leuten und einer Veranstaltung, die Genuss, Erlebnis und Sinnlichkeit gelungen vereint.

Faltplan

Programmbuch

 

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