Sternenkino (Foto Sternenkino)

Sternenkino und Sommerszene: Heiße Sommernächte in Salzburg

Ein Gastbeitrag von Carolina Hubelnig – Ach du gute Güte

Geht in Salzburgs Sommernächten die Sonne unter, fängt das Leben in den Altstadtgassen gerade erst so richtig an! Ein vielfältiges Kulturprogramm, das für jeden Geschmack etwas vorrätig hat, sorgt dafür, dass Salzburgs Nächte im Juni und Juli zu einem wahren Erlebnis für Groß und Klein werden. Egal, ob das Herz dabei eher für Leinwandhelden oder Performancekünstler schlägt – beides lässt sich in Salzburgs Sommernächten wunderbar erleben. Verantwortlich dafür ist einerseits das Salzburger Sternenkino, das den Kapitelplatz im Herzen der Altstadt ab dem 23. Juni fest in der Hand hat, andererseits bringt die Salzburger Sommerszene die Crème de la Crème der internationalen Performancekunst in die Stadt. Was es dort konkret zu erleben gibt, das soll hier verraten werden.

Salzburgs Sommernächte
Kapitelplatz

 

Kino unter Sternen in Salzburg

Was gibt es Schöneres, als in einer lauen Sommernacht unter freiem Himmel und zu Füßen der beleuchteten Festung dem Filmgenuss zu frönen! Das Sternenkino Salzburg macht es möglich, bei großartige Kulisse und an insgesamt zehn Abenden wunderbare Filme auf der großen Leinwand zu genießen. Egal, ob man lieber in klassischer Kinobestuhlung sitzt, ein Verfechter des gemeinen Liegestuhls ist oder lieber auf einer Picknickdecke mitgebrachte Köstlichkeiten verspeist: Das Sternenkino hat etwas für jeden Gusto parat. Apropos Gusto: für das leibliche Wohl sorgen neben mitgebrachten Picknick auch rund um die Leinwand positioniert Food Trucks. So steht dem perfekten Filmgenuss wahrlich nichts mehr im Wege. Welche Filme über die Leinwand flimmern, das soll auch noch schnell erwähnt werden: am Programm steht etwa der Austroklassiker „Indien“ ebenso, wie der gefühlvolle „Nachtzug nach Lissabon“, der „Kleine Nik“, „Ein Mann namens Ove“ oder „Egon Schiele – Tod und Mädchen“. Das vollständige Programm hält die Webseite des Sternenkinos bereit.

 

Kunst auf höchsten Niveau mit der Sommerszene Salzburg

Grenzen überschreitende Kunst präsentiert die Szene Salzburg bereits seit über 30 beeindruckenden Jahren. Und mit der jährlich stattfindenden Sommerszene bietet sie ein leicht zugängliches, erlebenswertes und hochkarätiges Festival für zeitgenössische, darstellende Kunst. Die Sommerszene bringt dabei herausragende internationale und nationale Künstler auf die Salzburger Bühnen, die sich ihrer Kunst in den Bereichen Performance, Tanz, Theater oder Musik widmen. Interdisziplinarität und ein bewusst heterogenes Programm sind der Sommerszene dabei eine Herzensangelegenheit.

Salzburgs Sommernächte
Battleground_Mille-Batailles (c André-Cornellier)

Das Konzept im Jahr 2017 hält dabei wie gewohnt einige Highlights bereit: Bis zum 1. Juli bereitet die Sommerszene die Bühne für Performances, Tanz und Kunst quer über alle Sparten. Im Programm findet sich dabei etwa „Battleground“ der Ausnahmekünstlerin Louise Lecavalier, in dem die Kanadierin Persönlichkeiten wie Virginia Woolfs „Orlando“, Marilyn Monroe oder Charlie Chaplin auftreten lässt – Figuren, die „gleichzeitig leer und vollkommen sind“. „Gärten von Gestern“ präsentiert das Kollektiv ohnetitel und widmet sich dabei Formen des kollektiven Erinnerns im Zuge eines Spaziergangs mit einer Musikkapelle, zehn Gram­mophonen, fünfzehn lebenden Bil­dern und 213 Fotos. Simon Mayers „Sons Of Sissy“ nimmt sich hingegen vor, das rurale Brauchtum von Konvention und Konservativismus zu befreien und verschränkt so Volkskultur mit zeitgenössischem Tanz. Das vollständige Programm der Sommerszene steht auf deren Webseite bereit.

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