Concept Stores: Salon, Julia Tschurtschenthaler-Spatt (c) Andreas Kolarik

Concept Stores – Je digitaler unsere Welt, desto analoger unsere Bedürfnisse

Was wäre wenn?

  • …Geschäfte ihre Räumlichkeiten themenbezogen und nicht mehr produktabhängig aufteilen?
  • …Feinspitze, Stilvorbilder und Influencer nur diejenigen Store-Sortimente kuratieren, die von ihnen persönlich genutzt werden und den eigenen Geschmack widerspiegeln?

Diese Fragen stellen sich findige UnternehmerInnen und Medien weltweit. Nicht nur der Onlinehandel sondern auch das Bedürfnis nach echten physischen Einkaufs-ERLEBNISSEN zwingt den stationären Handel neue Wege zu gehen. Neben Städten wie London, Paris oder Berlin hat sich auch in der Festspielmetropole Salzburg in puncto Shopping mit Mehrwert einiges getan.

War die konzeptionelle Mischung aus Warenhaus und Boutique (= Concept Store) zunächst eher der ästhetische Heimathafen des High-End-Anbieters, beschäftigen sich aktuell sowohl die Vorreiter eines neuen nachhaltigen Lifestyles als auch experimentierfreudige GastronomInnen mit innovativen Konzepten- (natürlich!) zugeschnitten auf die Salzburger Altstadt und deren anspruchsvolle Zielgruppen.
Es sind also nicht mehr nur die KuratorInnen, sondern die Altstadt-UnternehmerInnen selbst, die als Wegweiser und Aushängeschild des guten Geschmacks, Produkte aus aller Welt zusammenstellen und dadurch versuchen Geschichten um ihre Sortimente zu kreieren.

Dabei verfügen Concept Stores nicht über breite und tiefe Sortimente, die Auswahl der Produkte ist zumeist auf Einzelteile beschränkt, die durchmischt nach dem Cross-Selling-Prinzip präsentiert werden. Die Bandbreite an Concept Stores links und rechts der Salzach kommt damit nicht nur den aktuellen Trends entgegen sondern hält auch für die unterschiedlichen Bedürfnisse zahlreiche inspirierende Produktwelten bereit.

Die Cabreras. Entschleunigung auf Mexikanisch

Bei dem exotischen Familienunternehmen ist der Shop ins Restaurant integriert oder anders herum? Wie dem auch sei, bei den Cabreras erreichen Einkaufserlebnis und Genuss ein neues Level. Das Konzept einer Verbindung zwischen Feinspitz-Shop und traditioneller mexikanisch-spanischer Küche klingt experimentell- ist es auch.

Der große Besucherzuspruch versteht sich bei einem Blick auf die Menükarte sowie die internationale Produktpalette von selbst. Die kleinen Sortimente bestehend aus mexikanischer Handwerkskunst, traditionellen Körben, Mezcal, Mole und Barro Negro aus Oaxaca, ursprünglich produzierten Tequilas aus Jalisco, buntem Geschirr sowie ausgefallenen Geschenkartikeln sind nicht nur originell, sondern auch erschwinglich.

Das inspirierende Ambiente verwandelt das Lokal und den Laden in ein urbanes Wohnzimmer, das als Ziel und Ausgangspunkt dient.  Priesterhausgasse 20, Di-Fr 16-22, SA 12-22, Kontakt: +43-699-10886555

Green Vanilla im Hotel Stein. Third Place

Wer etwa in der Steingasse, im ehemaligen STEINSITZ, vorbeischaut, findet dort einen trendig neuen Salzburger Food Hotspot. Im Green Vanilla können in einer ästhetisch ansprechenden Umgebung Hunger und Durst gesund gestillt werden.

Eine gelungene Mischung aus Bäckerei, Trendfood Lokal und Food Market mit frisch gebackenem Brot, gesunden Gerichten sowie – zeitgemäß –  einem erweiterten Angebot feiner Produkte als Take-away. Alles vornehmlich aus Eigenproduktion oder von sorgfältig ausgewählten Partnerbetrieben, die fast ausschließlich für das GREEN VANILLA produzieren.

Das Green Vanilla befindet sich im Erdgeschoß des renommierten Hotel Stein sowie auch das Rooftop Restaurant & Bar „Seven Senses“ mit der legendären Dachterrasse und ein stylischer Shop mit angesagten Merchandise-Produkten. Das generalsanierte Haus bietet einen Inspirationsrahmen, den kein Instagram-Suchfilter ersetzen kann. Steingasse 4, Mo-Sa 7.30-18, Kontakt: +43-662-8743466

Favorite Kamer. Lieblingszimmer der GenießerInnen

Zum Gesamtbild des erfolgreichen Concept Stores gehört häufig auch Gastronomie – der Coffee Corner nimmt dem Einkaufstrip die Anstrengung und lässt das Kaufen selbst zur angenehmen Nebensache werden. So ein Lieblingszimmer ist das Favorite Kamer in der Paris-Lodron-Straße.

Der liebevoll gestaltete Showroom verfügt über eine Espressobar, in der täglich hausgemachte Köstlichkeiten warten. Ein Großteil der Produkte rund um Tischkultur und Genuss ist selbst hergestellt bzw. wird von DesignerInnen speziell für Favorite Kamer produziert. Hierbei liegt der Fokus auf gutem Design, Qualität und Nachhaltigkeit. Paris-Lodron-Straße 12, Mo-Fr 8-18 und Linzer Gasse 33, Di-Fr 8-18 und Sa 9-18, +43-662-1250743

Feinerlei Concept Store. Liebe zum Detail

Quasi mit geschlossenen Augen Stil kaufen? Das „Feinerlei“ in der Sigmund-Haffner-Gasse verfügt über den typischen Produkt- und Markenmix der luxus-, design- und handwerksaffine Kundenkreise anspricht. Das gekonnte Zusammenspiel aus Mode, Wohn-Accessoires und einzigartigen Dekorationsartikeln entspricht allerhöchsten ästhetischen Ansprüchen.

In den durchdachten Arrangements des berühmten Salzburger Concept Stores finden BesucherInnen immer wieder Inspiration für ein durchdachtes Durchkonzepten der eigenen vier Wände. Der bunte Social-Media-Auftritt liefert ständig neue Ideen und Produktkombinationen.

Mit der großen Auswahl an geschmackvollen Vasen, hochwertigen Seidenblumen, exklusivem Modeschmuck, edlen Stoffen und weltstädtischem Flair wird Shopping im Feinerlei Concept Store wieder zur Experience. Sigmund-Haffner-Gasse, Mo-Fr 9.30-18.30, Sa 9.30-18, +43-662-840243

Salon. All-time Favourites

Das Repertoire im kleinen aber feinen Concept Store der Familie Tschurtschenthaler-Spatt deckt alles ab, was den Alltag schöner macht. Mode, Design, Handwerkskunst, Schmuck und Spielzeug gehören genauso zum Sortiment wie dekorative Kerzen, edle Raumdüfte und liebevolle Geschenkideen. Hier passt ein Produkt zum anderen und steht in einem engen Zusammenhang zum typischen Salzburger Lifestyle.

Die  handbedruckten Schals und Tücher im spielerischen Mix mit den zahlreichen dekorativen Accessoires verraten das wesentliche Erfolgsrezept des Concept Stores. So stellt die Familie hinter dem berühmten Salzburger Trachtenlabel Susanne Spatt ihren Erfindergeist unter Beweis, indem die Hersteller neben den eigenen Produkten auch Produkte exklusiver PartnerInnen anbieten.

Präsentiert und arrangiert wird die große Vielfalt auf knapp 30 m2 von der „Salzburger Salonière“ Julia Tschurtschenthaler-Spatt. Herbert von Karajan Platz 5, Mo-Fr 10-18, Sa 10-16, 1. Samstag im Monat: 10-17; Festspiel-Samstage 10-17, +43-66-620884

Zerum. Fair und modisch

Mode, Kunst, Design, Street Style, Musik und Bio-Kosmetik: Im Herzen des Andräviertels hat sich der nachhaltige Concept Store Zerum angesiedelt. Selbst versierte Fashionistas und anspruchsvolle Festival-Gäste besuchen den 210 m2 großen Schauraum, um sich in puncto faire Mode auf den letzten Stand zu bringen. In kreativem Ambiente findet man im ZERUM ein breites Angebot an fairer Designermode, Naturkosmetik und Accessoires, die nichts mit der schnelllebigen Fashionindustrie am Hut haben.

Die Stücke sind modisch, langlebig und als Hingucker gestaltet, denn die Zeiten der kratzigen „Ökomode“ sind schon lange Geschichte. In Salzburgs größtem nachhaltigen Shop findet man neben kleinen DesignerInnen aus Österreich und Deutschland auch die ZERUM-Eigenmarke aus Bio-Baumwoll- und Tencel-Stoffen aus Österreich, die sich einfach gut auf der Haut anfühlen.

Hier steht einem ganzheitlich fairen Shopping-Vergnügen nichts mehr im Wege. Der Besuch des außergewöhnlichen Concept Stores geschieht nicht aus der Notwendigkeit heraus, sondern aus dem Wunsch nach Inspiration und Überraschung. Wolf-Dietrich-Straße 4, Mo–Do 10:00–13:30 & 14:00–18:30, Fr 10:00–18:30, Sa 10:00–17:30.

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