Gesprächsreihe zur Sonderausstellung LebensKunst
Caritas, Kredit und Wohlfahrt. Die Franziskaner und die Monti di Pietà.
Mikrokredite sind keine Erfindung der Moderne. Sie gehörten bereits im Mittelalter zu den Instrumenten der erfolgreichen Armutsbekämpfung. Die Kreditwirtschaft basierte damals auf einer christlichen Wirtschaftsethik, vor allem auf den Ideen Nächstenliebe und Gemeinwohl. Inspiriert durch eine neue franziskanische Wirtschaftsethik, die Caritas und Geldwirtschaft verband, wurden im Italien des 15. Jahrhundert hunderte städtische Pfandleihhäuser gegründet. Diese "Berge der Barmherzigkeit" (Monti di Pietà) genannten Institute vergaben günstige Kleinkredite an Handwerker, Tagelöhner und kleine Händler und boten zudem Geldanlagen und Bankenservices an. Tanja Skambraks untersucht in ihrem Vortrag die innovativen Ideen franziskanischer Theologen des Spätmittelalters sowie die Geschichte dieser Pfandleihanstalten und der städtischen Wohlfahrt in Italien und vergleicht sie zudem mit den Entwicklungen im deutschsprachigen Raum.
16 Uhr: Führung durch die Ausstellung: LebensKunst. 800 Jahre Franz von Assisi
17 Uhr: Vortrag
Anschließend Umtrunk
Treffpunkt: Prunkräume (2. OG)
Kosten: € 10,– inkl. Getränk / € 5,– mit DQS-Jahreskarte
Onlinetickets: shop.domquartier.at
Kontakt & Anreise
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Residenzplatz 1
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Fr 16:00Fr 17:00