Ernst Molden und die Wiener Concertschrammeln (AUT)
Das Liebeslied, im Wienerischen so zärtlich wie respektlos „Hadern" (also Fetzen) genannt, ist eine tragende Säule im Werk des Liedermachers und Dichters Ernst Molden. Spätestens seit er in den 1990er Jahren die Klasse von Nick Cave an der Schule für Dichtung besuchte, wo Cave unter dem Titel „The Lovesong and How to Write One" seinen Studentinnen erklärte, es gebe keine noblere Kunst als ein Liebeslied zu schreiben, ist das so. Zu Ö1 sagte Molden einmal: „Eigentlich schreibe ich seit Jahrzehnten Lieder, um von ein und derselben Frau cool gefunden zu werden." Schön für diese Frau, aber auch schön für uns! Und was wäre ein Programmpunkt, der sich "Stories" nennt und das städtische Liedgut aus Metropolen der Welt nach Salzburg bringt ohne die im Blues und Jazz geerdeten Songs des Wienerlieds und seinen populärsten Vertreter Ernst Moden?